Uebersicht

humanchaos ist der erste Abschnitt einer Landkarte durch das Chaos der menschlichen Existenz.

Würde man jedem der menschlichen Herzschläge Punkte im Raum zuordnen und diese dann mit einem Faden verbinden, welches Gebilde würde dabei entstehen? Die Arbeiten des Künstlers Markus Mooslechner zeigen, dass der menschliche Herzschlag Mustern folgt, die man in der Chaosforschung als seltsame Attraktoren bezeichnet: Verwobene Strukturen auf unendlich komplexen Bahnen.

Das menschliche Herz hat mit der Struktur nichtlinearer Algorithmen eines gemeinsam: Es schlägt chaotisch. Die zeitlichen Abstände der Herzschläge zueinander beschreiben ein aperiodisches System. Die Natur sorgt auf diese Weise für größtmögliche Stabilität. Würden die Herzschläge ähnlich einer perfekten Maschine gleichmäßig schlagen, würde sich der Muskel immer an der selben Stelle beanspruchen und damit abnutzen.

Die im Puls visualisierten Formen haben nichts mit der physischen Struktur des Herzens zu tun. Das Knäuel besteht aus vielen tausenden Punkten, in denen jeder einzelne einen Herzschlag zu einem Zeitpunkt beschreibt. Die Messdauer erstreckt sich im aktuellen Projekt über 20 bis 45 Minuten.


Das Projekt Humanchaos ist in drei Teilen zu lesen. Luna I-V beschreibt die chaotischen Muster im Herzschlag eines menschlichen Fötus. TheArtist zeigt die chaotischen Muster, die sich im Herzschlag eines Erwachsenen verbergen. Der Drittel Teil Death I-III untersucht das Ende des Lebens, den Übergang zum Tod. Sämtliche Arbeiten basieren auf konkreten Messungen an Individuen.

 

 

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